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Wort Bedeutung
Waldkauz Der Waldkauz ist ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa und kommt in Wäldern, Parks, auf Friedhöfen, in Alleen und Gärten mit altem Baumbestand vor. Der Waldkauz ist sehr anpassungsfähig, was den Brutplatz betrifft. Es werden Baumhöhlen bevorzugt, aber auch ungestörte Winkel in Gebäuden werden angenommen. Scheunen, Dachböden, Kirchtürme und Ruinen sind nicht nur geeignete Brutplätze, sondern auch gute Tagesverstecke. Auch in überdachten Kaminen sieht man tagsüber oft Waldkäuze sitzen. Waldkäuze sind gewandte Flieger und Jäger und erbeuten neben Mäusen auch Sperlinge und Stare an ihren Schlafplätzen sowie Jungkaninchen, Tauben, Maulwürfe, Ratten und selbst Frösche und Kröten. Die erstaunliche Vielseitigkeit in der Ernährung und in der Wahl des Brutplatzes trägt dazu bei, dass der Waldkauz unsere häufigste Eulenart ist. Schon im Februar legen Waldkäuze ihre ersten Eier ab und beginnen mit der Brut.

Die Grundfärbung des Gefieders beim Waldkauz ist entweder rindengrau oder rostbraun. Die graue Varietät ist häufiger als die braune. Das Weibchen ist mit rund 42 cm etwas größer als das Männchen und mit etwa 400-630 g auch schwerer als dieses.

Waldkäuze sind fast ausschließlich nachts aktiv. Zwanzig Minuten nach Sonnenuntergang beginnen sie mit der Jagd und durchschnittlich 40 Minuten vor Sonnenaufgang endet ihre Aktivität. Nur während der Jungenaufzucht werden die Käuze schon vor Sonnenuntergang aktiv. Tagsüber verbergen sich die Vögel in ihrer Schlafhöhle oder sie sitzen in einer belaubten Baumkrone. Man wird auf den Waldkauz am ehesten durch das Gezeter von Kleinvögeln aufmerksam, die den Kauz entdeckt haben. Gelegentlich sitzen Waldkäuze auch im direkten Sonnenlicht, um sich zu wärmen.
Waldohreule Die Waldohreule ist wie der Waldkauz ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa. Sie ist zum Jagen auf offenes Gelände angewiesen, braucht zum Ruhen und zur Brut aber Hecken, Baumgruppen und Feldgehölze. Gern besiedelt sie Waldränder; in geschlossenen Waldbeständen dagegen ist sie kaum anzutreffen. Waldohreulen sind mit rund 36 cm Größe etwas kleiner und vor allem schlanker als Waldkäuze. Männchen wiegen durchschnittlich 250 und Weibchen 300 Gramm. Die Flügelspannweite beträgt circa 95 cm.

Die dämmerungs- und nachtaktiven Eulen sitzen tagsüber aufrecht und in schlanker Gestalt auf Ästen von Bäumen, oft dicht an den Stamm geschmiegt. Sie vertrauen dabei auf ihr tarnfarbenes Gefieder. Aktiv sind sie in zwei Hauptphasen, etwa drei Stunden am Abend und zweieinhalb Stunden am Morgen; zwischendurch liegt eine rund dreistündige Pause um Mitternacht. Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang wird der Tageseinstand aufgesucht und eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang wird er wieder verlassen. Im Winter bilden Waldohreulen oft große Schlafgesellschaften von bis zu 30 Tieren (es sind sogar in strengen Wintern Schlafplätze mit mehr als 100 Tieren bekannt geworden). Ihre Ruheplätze sind oft unweit von Häusern in Baumgruppen von Parks oder Friedhöfen. Waldohreulen erbeuten fast ausschließlich Wühlmäuse, die sie in der Flugjagd erbeuten. In strengen Wintern, wenn die Eulen sich in der Nähe des Menschen aufhalten, fangen sie vorwiegend Spatzen und Grünfinken, die sie an deren Schlafplätzen ergreifen. Waldohreulen bauen keine eigenen Nester, sondern beziehen alte Krähen- und Elsternester. Da Jäger früher von unten durch Krähen- und Elsternester schossen, um diese Rabenvögel kurz zu halten, wurden auch Waldohreulen oft ihre Opfer. Heute sind derlei Jagdmethoden verboten. Auch Eichhörnchenkobel dienen dieser Eule mitunter als Brutplatz. Je nach Witterung beginnen die Waldohreulen Mitte März bis Mitte April mit dem Legen der Eier. Sie bebrüten die meistens vier bis fünf Eier etwa vier Wochen. Die Jungen öffnen nach fünf Tagen ihre Augen und verlassen mit knapp drei Wochen noch flugunfähig das Nest. Mit fünf Wochen können sie fliegen, sie werden aber noch weitere fünf Wochen von den Eltern versorgt. Danach sind sie selbständig.
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