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Wörterbuch 0.92beta


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Wort Bedeutung
Ballade Nach einer französischen Definition aus dem 13. Jahrhundert ist eine Ballade ein strophisches gesungenes Tanzlied, das der Tanzende selbst vorträgt, eine erzählende, rhythmisch gestaltete Schilderung eines vergangenen Geschehnisses, mitunter romantisch, oftmals mit einem als unvermeidlich charakterisierten katastrophalen Ende, mit kurzen Zeilen und einfachen wiederholten Reimen, manchmal mit Refrain (Kehrreim). Die Ballade kann aber, wenn sie nicht singend vorgetragen wird, auch ein erzählendes Gedicht sein. Ihre Grundhaltung ist die Epik, das Erzählende. Dem Balladendichter stehen jedoch alle drei Formen der Poesie offen - die Epik, die Lyrik (Form) und die Dramatik (Dialog). Er kann sie nach Belieben einsetzen und so die Ballade zu einer äußerst vielseitigen, vielschichtigen Kunstform erheben. Die Erzählstruktur von Balladen ist häufig schlicht, klar und leicht lesbar. Die formale Struktur ähnelt der von Gedichten.
Bartkauz In Europa ist der Bartkauz nur im nördlichen Schweden und in Finnland anzutreffen. Dort ist er ein sehr seltener Brutvogel. 1974 gab es in Schweden 32 Bartkauzbruten und in den guten Wühlmausjahren 1966 und 1970 waren in Finnland 29 bzw. 28 Horste belegt (vgl. Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Band 9).

Auch im Winter bleiben Bartkäuze in ihren Revieren; ob es bei Nahrungsknappheit zu Wanderbewegungen kommt, ist nicht bekannt. Jungvögel suchen sich ihre Reviere allerdings in einer Entfernung von bis zu 600 –1000 km. Nachweise in Mitteleuropa hat es noch keine gegeben. Mit 62 - 69 cm Größe (die Weibchen sind etwas größer als die Männchen) sind Bartkäuze fast so groß wie Uhus. Zudem wirken die Vögel durch ihr dichtes, lockeres Gefieder größer als sie es sind.

Bartkäuze sind in hochstämmigen, dichten Fichten- und Kiefernwäldern anzutreffen, wenn diese angrenzend offene Flächen wie Kahlschläge und Moore aufweisen. Trotz seiner Größe erbeutet der Bartkauz fast ausschließlich Wühl- und Spitzmäuse, die er nur mit Hilfe des Gehörs lokalisiert, auch unter einer Schneeschicht. Eichhörnchen, Zobel und Schneehasen werden aber gelegentlich geschlagen; auch Amphibien und Vögel wie Kuckuck und Haselhuhn gehören zum Beutespektrum. Bartkäuze bauen kein eigenes Nest, sondern brüten in alten Greifvogelhorsten, hauptsächlich vom Habicht, aber auch von Bussard und Steinadler. In Europa brüten Bartkäuze auf Kiefern, in Kanada und Sibirien auf Pappeln. In guten Wühlmausjahren brüten die Vögel durchschnittlich 2,7 – 3,6 Eier aus. Die Jungen werden fast immer erwachsen, da sie nur wenig Feinde haben und gut bewacht werden. In Jahren mit knapper Nahrung brüten Bartkäuze überhaupt nicht.
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