Autor Thema: Aufgabe Oktober 2006  (Gelesen 2279 mal)

Offline Laya

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Aufgabe Oktober 2006
« am: 22. November 2008, 15:12:36 »
In diesem Jahr wollte ich das letzte Mal das Gras mähen und prompt versagte mir die Sense ihren Dienst. Der Sensenkopf traf hart auf einen Feldstein und wies nun außer ein paar tiefen Kerben ein verbogenes Messer auf. Das war sehr ärgerlich, zumal für die kommenden Tage Regen gemeldet war. Dieses Tief hätte sogar mein rheumatisches Bein herausgefunden. In diesem Falle erkannte man am tiefen Flug der letzten Schwalben das Wetter deutlich. Während ich den Schaden begutachtete, hörte ich hinter mir Kratzgeräusche. Neugierig geworden suchte ich nach der Ursache, die ich schnell fand. Laya saß auf wollte ich mir einem Stein und wetzte sich die Krallen. Dazwischen flog sie immer wieder ins Gras und testete deren Schärfe, indem sie mit den Beinen wie eine durch das Gras fuhr. Die Halme flogen federleicht durch die Luft. Nachdem sie fertig war schleuderte sie mir den Stein mit dem Schnabel zu. Mir wurde klar, dass ich nun meine Sense mit dem Dengelstein schärfen sollte, um dann meine Gartenarbeit fortzusetzen. Layas Idee und mein Fleiß belohnten mich mit einer beendeten Arbeit. Zufrieden packte ich die Gerätschaften weg.

Müde und hungrig ging ich in die Mensa, um mir ein kleines Mahl zuzubereiten. Ein Omelett wäre genau das richtige gewesen. Mit einem kleinen Schneebesen verquirlte ich die Eier. Plötzlich lösten sich zwei Metallstäbe und sprangen aus dem Besen. Die restlichen Metallbügel gaben nach und der kleine Quirl fiel auseinander. Auf einmal hörte ich es hinter mir klirren. Als ich michumdrehte, entdeckte ich Laya in der Metallabfallkiste. Sie nahm eine verbogene Büroklammer und wickelte sie achtsam um die Borsten ihres kleinen Bonsaibesens. Nach dieser Bemühung kehrte sie akkurat die langsam fallenden Blätter ihres Miniaturbaumes. Das war der Hinweis, meinen Quirl mit einem Stück Metalldraht wieder in Ordnung zu bringen. Deshalb nahm ich eine kleine Kupferdrahtrolle und umspannte die gebündelten Metallbügel, bis ich einen festen Grill daraus gewunden hatte. Mit kräftigen Schlägen schäumte ich die Eier auf, die ich in den Omelettteig verarbeitete. Ein lockerer Pfannkuchen krönte den Erfolg meiner Bemühungen. Dafür gab ich Laya ein Stück des lockeren Teigproduktes ab.

Zum Tagesabschluss wollte ich nur noch ein bisschen in der alchimistischen Almanach lesen. Laya hatte sich derweil auf meinem Bettpfosten niedergelassen. Ich schaltete das Licht an. Doch sofort wurde es dunkel und im Sicherungskasten hörte man, wie die Sicherung heraussprang. Mit einem brennenden Streichholz lief ich zu dem Elektrokasten und probierte die Sicherung wieder einzuschalten. Doch es passierte genau dasselbe. Laya flog in der Zwischenzeit um die Glühbirne herum und stieß ständig mit den Krallen dagegen. Sie berührte den Leuchtkörper so oft, bis er zu wackeln begann. Ich steig auf einen Schemel und konnte die Birne gerade noch rechtzeitig aus der Fassung fallen sehen, so dass ich sie auffing. Sofort leuchteten die anderen Birnen wieder hell auf. Beim genaueren Betrachten der Glühbirne entdeckte ich die Aufschrift auf der Fassung. Die Birne hatte 35W mehr, als ich angenommen hatte. Damit war das Netz überlastet und die Sicherung flog immer wieder raus. Als ich die Birne am Vortag bereits gewechselt hatte, vergaß ich, die Lampe auszuprobieren. Deshalb war es ir nicht aufgefallen. Laya sei Dank, hatte es keinen Brand verursacht.

Jetzt, liebe Schreiberlinge, sollt auch ihr Euere handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Schreibt eine Geschichte, die sich um Reparaturen dreht. Es können dabei Reparaturen durchgeführt werden, als auch welche anfallen. Lasst Handwerkszeug ausfallen oder nötig werden. Es kann sich dabei sowohl um Haushaltsgeräte, Computer, Autos oder auch Spielsachen handeln. Euch sind keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche Euch viel Spaß und gute Ideen

Euer maquinistre Quidam